Wohngemeinschaften

Unter einer Wohngemeinschaft (kurz WG) wird allgemein das freiwillige Zusammenleben mehrerer unabhängiger Personen in einer Wohnung verstanden. Allgemeine Räume wie Bad und Küche, manchmal auch das Wohnzimmer als Gemeinschaftszimmer, werden dabei gemeinsam genutzt.

Wohngemeinschaften sind oft so genannte Zweck-WGs (um Kosten zu sparen). Es ist deshalb möglich, dass jedes Mit­glied seinen Haushalt selbständig und getrennt von den anderen Mitbewohner/innen führt. Ist das der Fall, dann sind alle Mitglieder wie allein Stehende zu behan­deln. Die Höhe der Miete ergibt sich aus dem  (Unter-)Mietvertrag.

Die Vermutung, dass sich die Mitglieder einer WG gegenseitig unterstützen, ist nicht zulässig, es sei denn, es handelt sich um Verwandte und Verschwägerte.

Im Antrag auf Arbeitslosengeld II müssen die Antragsteller keine Angaben über die persönlichen Verhältnisse eines Mitbewohners machen. Es reicht in den Fällen einer reinen Wohngemeinschaft aus, wenn im Formular der Mietanteil des Mitbewohners genannt wird. In einer Wohngemeinschaft mit mehreren erwerbsfähigen Erwachsenen können sich somit theoretisch genauso viele Bedarfsgemeinschaften ergeben, wie es Mitglieder der Wohngemeinschaft gibt.