Regelleistung für volljährige Alleinstehende, Alleinerziehende (§ 20 II SGB II)

382

 
Regelleistung für volljährige Partner innerhalb einer Bedarfsgemeinschaft. (§ 20 III SGB II) 345  
     
Regelleistung für Volljährige unter 25 Jahren im Haushalt der Eltern. (§ 20 II 2 SGB II) 306  
Regelleistung für Kinder 14 bis 17 Jahre. (§ 28 I Nr. 2 SGB II) 289  
Regelleistung für Kinder von 6 bis 13 Jahren. 255  
Regelleistung für Kinder 0 bis 5 Jahren. (§ 28 I Nr. 1 SGB II) 224  

 

 Mehrbedarfe 
64,94 bei 100 % RB
58,65 bei 90 % RB
52,02 bei 80 % RB
MB für Schwangere ab Beginn 13. Woche 17 % § 21 Abs. 2 SGB II
137,52 Alleinerziehende mit einem Kind unter 7 oder 2 und mehr Kindern unter 16 J. 36 % § 21 Abs. 3 Nr. 1 SGB II
45,84 MB für allein Erziehende mit minderjährigen Kindern / pro Kind 12 % / max. 60 % 12 % § 21 Abs. 3 Nr.2 SGB II
133,70 MB erwerbsfähige Behinderte, die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben gem. § 33 SGB IX erhalten 35 % § 21 Abs. 4 SGB II
50,83 – 63,58 Nichterwerbsfähige, die voll erwerbsgemindert sind und einen Schwerbehindertenausweis mit Merkzeichen G haben 17 % § 23 S. 1 Nr. 4 SGB II
38,20 – 76,40 MB kostenaufwendige Ernährung 10-20 % § 21 Abs. 5 SGB II
in tatsächlicher Höhe bei unabweisbarem, laufenden und nicht einmaligen Bedarf, der erheblich von durchschnittlichem Bedarf abweicht   § 21 Abs. 6 SGB II
1,79 – 8,79 Mehrbedarf für Warmwasserzubereitung bei dezentraler Warmwassererzeugung, soweit nicht ein abweichender Bedarf besteht   § 21 Abs. 7 SGB II

Deckelung der MB‘s: Die Summe aller Mehrbedarfe nach § 21 Abs. 2 – 5 SGB II darf die maßgebliche Regelbedarfsstufe nicht überschreiten (§ 21 Abs. 8 SGB II). Bei dieser Addition sind MB‘s nach der Härtefallregelung außer Acht zu lassen. § 77 Abs. 5 SGB II bestimmt, dass bis zum 31.12.2011 alle Mehrbedarfe auf- und abzurunden sind, d.h. ab 2012 sind alle Mehrbedarfe nicht mehr zu runden!

§ 21 Mehrbedarfe

(1) Mehrbedarfe umfassen Bedarfe nach den Absätzen 2 bis 6, die nicht durch den Regelbedarf abgedeckt sind.
(2) Bei werdenden Müttern wird nach der zwölften Schwangerschaftswoche ein Mehrbedarf von 17 Prozent des nach § 20 maßgebenden Regelbedarfs anerkannt.
(3) Bei Personen, die mit einem oder mehreren minderjährigen Kindern zusammenleben und allein für deren Pflege und Erziehung sorgen, ist ein Mehrbedarf anzuerkennen
1. in Höhe von 36 Prozent des nach § 20 Absatz 2 maßgebenden Bedarfs, wenn sie mit einem Kind unter sieben Jahren oder mit zwei oder drei Kindern unter 16 Jahren zusammenleben, oder
2. in Höhe von 12 Prozent des nach § 20 Absatz 2 maßgebenden Bedarfs für jedes Kind, wenn sich dadurch ein höherer Prozentsatz als nach der Nummer 1 ergibt, höchstens jedoch in Höhe von 60 Prozent des nach § 20 Absatz 2 maßgebenden Regelbedarfs.
(4) Bei erwerbsfähigen behinderten Leistungsberechtigten, denen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben nach § 33 des Neunten Buches sowie sonstige Hilfen zur Erlangung eines geeigneten Platzes im Arbeitsleben oder Eingliederungshilfen nach § 54 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 des Zwölften Buches erbracht werden, wird ein Mehrbedarf von 35 Prozent des nach § 20 maßgebenden Regelbedarfs anerkannt. Satz 1 kann auch nach Beendigung der dort genannten Maßnahmen während einer angemessenen Übergangszeit, vor allem einer Einarbeitungszeit, angewendet werden.
(5) Bei Leistungsberechtigten, die aus medizinischen Gründen einer kostenaufwändigen Ernährung bedürfen, wird ein Mehrbedarf in angemessener Höhe anerkannt.
(6) Bei Leistungsberechtigten wird ein Mehrbedarf anerkannt, soweit im Einzelfall ein unabweisbarer, laufender, nicht nur einmaliger besonderer Bedarf besteht. Der Mehrbedarf ist unabweisbar, wenn er insbesondere nicht durch die Zuwendungen Dritter sowie unter Berücksichtigung von Einsparmöglichkeiten der Leistungsberechtigten gedeckt ist und seiner Höhe nach erheblich von einem durchschnittlichen Bedarf abweicht.
(7) Bei Leistungsberechtigten wird ein Mehrbedarf anerkannt, soweit Warmwasser durch in der Unterkunft installierte Vorrichtungen erzeugt wird (dezentrale Warmwassererzeugung) und deshalb keine Bedarfe für zentral bereitgestelltes Warmwasser nach § 22 anerkannt werden. Der Mehrbedarf beträgt für jede im Haushalt lebende leistungsberechtigte Person jeweils
1. 2,3 Prozent des für sie geltenden Regelbedarfs nach § 20 Absatz 2 Satz 1 oder Satz 2 Nummer 2, Absatz 3 oder 4,
2. 1,4 Prozent des für sie geltenden Regelbedarfs nach § 20 Absatz 2 Satz 2 Nummer 1 oder § 23 Nummer 1 bei Leistungsberechtigten im 15. Lebensjahr,
3. 1,2 Prozent des Regelbedarfs nach § 23 Nummer 1 bei Leistungsberechtigten vom Beginn des siebten bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres oder
4. 0,8 Prozent des Regelbedarfs nach § 23 Nummer 1 bei Leistungsberechtigten bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres,
soweit nicht im Einzelfall ein abweichender Bedarf besteht oder ein Teil des angemessenen Warmwasserbedarfs nach § 22 Absatz 1 anerkannt wird.
(8) Die Summe des insgesamt anerkannten Mehrbedarfs nach den Absätzen 2 bis 5 darf die Höhe des für erwerbsfähige Leistungsberechtigte maßgebenden Regelbedarfs nicht übersteigen