Migrant/innen
Grundsicherungsleistungen nach dem SGB II erhalten nur diejenigen, die ihren gewöhnlichen Aufenthaltsort in der Bundesrepublik Deutschland haben und über eine Arbeitserlaubnis verfügen bzw. eine bekommen können. Anspruchsberechtigt sind
- Asylbewerber/innen, die keine Asylleistungen erhalten, weil sie eine Aufenthaltsgenehmigung mit einer Gesamtgeltungsdauer von mehr als sechs Monaten haben (z.B. weil sie einen deutschen Ehepartner haben).
- Migrant/innen mit einer Arbeitserlaubnis bzw. einer möglichen Arbeitserlaubnis.
Für einen Anspruch auf Alg II reicht es aus, dass sie berechtigt sind, eine Arbeitserlaubnis zu erhalten und damit einen "nachrangigen Arbeitsmarktzugang" zu haben. 
Wichtig: Mit dem Zuwanderungsgesetz wird eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis nur noch dann erteilt, wenn der Lebensunterhalt aus eigenem Vermögen, aus sonstigen eigenen Mitteln oder durch einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I gesichert ist. Beim Bezug von Alg II wird keine unbefristete Aufenthaltserlaubnis erteilt.
Das heißt keinen Anspruch haben
- Tourist/innen, da sie weder ihren gewöhnlichen Wohnsitz noch eine Arbeitserlaubnis haben
- Asylbewerber/innen mit einer Aufenthaltsgestattung, geduldete Personen und Ausreisepflichtige sowie deren Ehegatten und Kinder. Sie haben keinen Anspruch auf Alg II und Eingliederungsleistungen, für sie gilt das Asylbewerberleistungsgesetz.
- Migrant/innen, die sich nur zur Arbeitssuche in Deutschland aufhalten und deren Familienangehörige (§ 7 Abs. 1 S. 2 SGB II)
aber auch
- arbeitslose Asylbewerber/-innen erhalten kein Alg II und fallen unter das Asylbewerberleistungsgesetz. Das hat zur Folge, dass sie mit 30 % unterhalb des Arbeitslosengelds II leben müssen und keinen Anspruch auf Qualifizierung und Eingliederungsleistungen haben.
- arbeitslose Asylbewerber/innen und Migrant/innen nach der "Altfallregelung" erhalten nach dem Arbeitslosengeld nur Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.
Achtung: Das kann Auswirkungen auf die Verlängerung des befristeten Aufenthalts haben! Suchen Sie unbedingt eine Beratungsstelle auf!