Musterwiderspruch gegen die Absenkung der KdU

Von: Name des Absenders
An: zuständige ARGE/Jobcenter

Gegen den  Bescheid über Leistungen nach dem SGB II bewilligt für den Zeitraum vom .................. bis .................. lege ich hiermit Widerspruch ein.
Begründung:
Sie haben für Unterkunft und Heizung für o.g. Zeitraum zu geringe Leistungen bewilligt. Die Kosten meiner / unserer Wohnung liegen mit nur … m² / … €  geringfügig über der von Ihnen genannten Mietobergrenze.

Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg befürwortet hingegen einen Zuschlag von 10 Prozent zur Mietobergrenze, um die „jeweiligen Verhältnisse des örtlichen Wohnungsmarktes … realitätsnah abzubilden“ (Aktenzeichen 4 MB 1798/01 vom 25.10.2001).

Zudem kann ich / können wir beim derzeitigen Wohnungsmarkt in .......................... keine Senkung unserer Mietkosten erreichen, die die entstehenden Umzugskosten rechtfertigen würden. In Folge können auch die Nebenosten nicht gesenkt werden, denn es handelt sich hierbei um einen aktuellen Bedarf bezüglich der Unterkunftskosten. § 22 Abs. 1 SGB II sieht nicht vor, dass es sich bei den Leistungen für Unterkunft und Heizung um laufende Leistungen handeln muss. Der Entstehung nach gehören die Nebenkostennachzahlungen ebenso wie die diesbezüglichen Vorauszahlungen zu den Kosten der Unterkunft und sind daher im Rahmen der Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes nach dem SGB II zu übernehmen.

Ich beantrage daher, die tatsächlich entstehenden Kosten für Unterkunft und Heizung weiter vollständig zu übernehmen und einen rechtmittelfähigen Bescheid zu erlassen. (Unterschrift mit Datum)