Angemessene Heizkosten sind in tatsächlicher Höhe zu übernehmen.

- Dazu gehören alle mit dem Heizen verbundenen Kosten, also auch Brennholz, Kohle, Öl, Pellets.    Streitpunkt: Kosten für Reparaturen

- Wenn Heizkosten nicht mehr in tatsächlicher Höhe übernommen werden sollen, ist zunächst der Hilfeempfänger anzuhören und aufzufordern diese zu senken (folgt aus §22 Abs. 1 S. 2 SGB II)

- Heizkosten-Rückzahlungen mindern den Anspruch auf KdU  § 22 Abs. 1 letzter Satz SGB II

Heizkosten sind auf die nachfolgende erweiterbare Grundprinzipien abzustellen:
. die Besonderheit des Einzellfalls und die örtlichen Verhältnisse § 22 Abs. 1 S. 2 SGB II

. die familiären Verhältnisse § 1 Abs. 1 Nr. 4 SGB II

. behindertenspezifische Nachteile   § 1 Abs. 1 Nr. 5 SGB II

. die Menschenwürde § 1 S. 2, 2. TS SGB I

„Quadratmeterbezogene Richtwerte können nur einen Anhaltspunkt bilden, der nach den Besonderheiten des Einzellfalls anzupassen ist“  LPKSGB II,§22Rz51



Nur das BMWA ist nach § 27 S. 1 Nr. 1 SGB II zur Pauschalierung befugt. 

Das bedeutet:
. die angemessenen Heizkosten, also Warmmiete und Vorauszahlungen an Versorgungsunternehmen, sind zu übernehmen

. bei Einzelofenheizung der LT eine Brennstoffbeihilfe bewilligt

. dass die nach Ablauf der Heizperiode fälligen Nachzahlungen berücksichtigt und übernommen werden  LPK –SGB II, § 22 Rz 49

. Nachforderungen sind zu übernehmen, wenn zum Zeitpunkt der Nachforderungen die Voraussetzungen für die Hilfebedürftigkeit vorliegen  Hauck/Noftz SGB II § 22 Rz 12

. Sind in den Vorauszahlungen Kosten für Warmwasserzubereitung enthalten, sind diese herauszurechnen.

Vor einer Absenkung der Heizkosten ist immer eine Aufforderung zur Reduktion seitens des LT notwendig, da sonst nicht zu erkennen ist, dass diese zu hoch sind! Schließlich wurden die auch schon aus  dem Alg I aufgebracht.