17. Checkliste: Stimmt mein Alg II-Bescheid ?

Die ALG-II-Bescheide sind leider sehr unverständlich, verwirrend und vielfach fehlerhaft. Sie können somit nicht einfach darauf vertrauen, dass Ihr Bescheid richtig ist. Vielmehr sollten Sie, soweit es Ihnen möglich ist, die Angaben sorgfältig prüfen. Die nachfolgenden Hinweise und Tipps sollen Ihnen helfen das Herzstück des Alg II-Bescheids, den „Berechnungsbogen“, besser verstehen und überprüfen zu können.  Die Zahlen am linken Rand verweisen auf die jeweiligen Erläuterungen der Koordinierungsstelle. Unsere Beispielfamilie besteht aus dem Ehepaar Rita und Erwin sowie ihren Kindern Jan (15 Jahre) und Ulrike (12 Jahre). Rita verdient in einem Mini-Job 400 Euro dazu. Die Warmmiete der Familie beträgt 480 Euro.

Hin-weise der KOS

Anlage zum Bescheid vom 1.7.2009

Vertreter der Bedarfsgemeinschaft: Rita Musterbeispiel
Nummer der Bedarfsgemeinschaft: 43902BG0003234

Berechnungsbogen

Dieser Berechnungsbogen enthält Angaben zu allen in der Bedarfsgemeinschaft lebenden Angehörigen und zur Berechnung der Leistungen für jede Person. Er ist Bestandteil des jeweils maßgeblichen Bescheides.

Jeder Monat wird mit 30 Tagen berechnet, wobei Leistungen für Teilmonate anteilig erbracht werden.

Tab 1

Höhe der pauschalierten monatlichen Regelleistungen (RL) beim Arbeitslosengeld II / Sozialgeld

– Es handelt sich nicht um individuelle, sondern um die nach dem SGB II maßgebenden Werte –

 

 

 

1)

 

allein Stehende
oder Alleinerziehende

Sonstige Angehörige der Bedarfsgemeinschaft

Kinder bis  5 Jahre

Kinder von 6 bis 13 Jahre

Kinder von 14 bis 24 Jahre

Partner ab 18 Jahre

Jeweils

100 %

60,00 % der RL

70,00 % der RL

80,00 % der RL

90,00 % der RL

 

364,00 EUR

215,00 EUR

251,00 EUR

287,00 EUR

328,00 EUR

 

 

 

1) Diese Geldbeträge – die so genannten Regelleistungen – stehen laut Gesetz den einzelnen Personen im Haushalt („Bedarfsgemeinschaft“) für den Lebensunterhalt im Monat zu.

2) Bewilligt wird in der Regel für sechs Monate. In den einzelnen Monaten kann die Leistungshöhe aber unterschiedlich sein – etwa wenn ein Kind 14 Jahre alt wird und ihm danach eine höhere Leistung zusteht. Dann enthält der Bescheid mehrere Berechnungsbögen für unterschiedliche Zeiträume.