Checkliste 2 - Bedarfsgemeinschaft 

Tab 2

 

3)

Höhe der monatlich zustehenden Leistungen in Euro

Gesamtbedarf

Antragsteller

Partner/in

Weitere Angehörige

Weitere Angehörige

Familienname

Vorname

Geburtsdatum

 

Musterbeispiel

Rita

21.01.1968

Musterbeispiel

Erwin

23.05.1966

Musterbeispiel

Jan

13.05.1994

Musterbeispiel

Ulrike

15.05.1997

 

4)

Regelleistungen für erwerbsfähige Hilfebedürftige

933,00 EUR

323,00 EUR

323,00 EUR

287,00 EUR

0,00 EUR

Regelleistungen (Sozialgeld) für nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige

251,00 EUR

0,00 EUR

0,00 EUR

0,00 EUR

251,00 EUR

5)

Anerkannte monatliche Kosten für Unterkunft und Heizung*)

457,60 EUR (Prüfen!!!)

114,40 EUR

114,40 EUR

114,40 EUR

114,40 EUR

6)

Gesamtbedarf der Bedarfsgemeinschaft

1.641,60 EUR

437,40 EUR

437,40 EUR

401,40 EUR

365,40 EUR

 

*) Die Kosten für Unterkunft und Heizung werden zu gleichen Teilen auf die Mitglieder der Haushaltsgemeinschaft aufgeteilt

3) Prüfen Sie, ob die Personen Ihrer Bedarfsgemeinschaft“ korrekt sind: Wurde auch niemand (z.B. ein Kind) vergessen? Wurde jemand zu Ihrer Bedarfsgemeinschaft gezählt, der gar nicht dazugehört? Nachteile entstehen, wenn Personen mit Einkommen fälschlicherweise berücksichtigt werden und deren Einkommen vom Bedarf der anderen Personen abgezogen wird. Zur Bedarfsgemeinschaft gehören neben Ihnen als Antragsteller Ihr Partner, also Ehepartner beziehungsweise gleichgeschlechtliche, eingetragene Partnerschaft, „eheähnlicher“ Partner und unverheiratete Kinder unter 25 Jahren. Nicht zur Bedarfsgemeinschaft gehören Mietbewohner in einer Wohngemeinschaft, Verwandte wie Großeltern, Tanten, Onkel, Neffen oder Nichten sowie (bei über 25-jährigen Antragstellern) auch nie die Eltern oder Geschwister. Prüfen Sie auch, ob die Geburtsdaten (der Kinder) stimmen, denn die Höhe der Regelleistung ist vom Alter abhängig.

4) Hier werden die Regelleistungen aus Tabelle 1 noch einmal wiederholt. Die Unterscheidung in „Erwerbsfähige“ und „Nicht-Erwerbsfähige“ ist für Sie belanglos. Wichtig ist nur, dass eine erwerbsfähige Person in der Bedarfsgemeinschaft lebt. Das ALG II für nicht erwerbsfähige Personen hat einen eigenen Namen und heißt Sozialgeld. Die Leistungen heißen nur anders, sind aber gleich hoch. An dieser Stelle würden auch die Mehrbedarfszuschläge stehen (trifft auf die Musterfamilie nur nicht zu). Mehrbedarfszuschläge gibt’s für Schwangere (ab 13. Woche), Alleinerziehende, Behinderte und bei kostenaufwändiger Ernährung (ärztliches Attest).

 

5) Prüfen Sie, ob Ihre tatsächlichen Kosten (Warmmiete einschließlich aller Nebenkosten) in voller Höhe berücksichtigt wurden. Dazu ist das Amt erst einmal – im Regelfall für bis zu sechs Monaten – verpflichtet, auch wenn das Amt Ihre Kosten für unangemessen hoch ansieht. Nur eine Kürzung ist zulässig: Die Haushaltsenergie (Licht, Kochen, Warmwasser) muss aus der Regelleistung gezahlt werden. Falls in Ihre Energiekostenabrechnung nicht zwischen „Heizen“ und „Haushaltsenergie“ unterschieden wird, dann darf das Amt einen Anteil für die Haushaltsenergie aus den Unterkunftskosten herausrechnen. Im Musterbeispiel wird das Warmwasser über eine Zentralheizung aufbereitet und dafür 22,40 Euro von den Unterkunftskosten abgezogen.

 

6) Hier steht der Geldbetrag, der Ihnen laut Gesetz zum Leben zusteht (= Ihr Bedarf). Das ist aber nicht der Auszahlbetrag. Denn im nächsten Schritt wird vorhandenes Einkommen abgezogen.